Social Media-Seminar für Friseure

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An zwei Tagen erlebten bayerische Friseure die Chancen der sozialen Netzwerke am Beispiel von Facebook, Twitter und YouTube. Referent Matthias J. Lange, Autor des Buches “Social Media für Friseure” demonstrierte zusammen mit LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb die Herausforderungen der neuen Kommunikation. Zum Abschluss der Veranstaltung drehten die Seminarteilnehmer ein kleines Video und fragten: Warum sind Sie Friseur geworden?

 

 

 

Alleine addiert man, gemeinsam multipliziert man

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Ein Interview mit Landesinnungsmeister Andreas Popp und Geschäftsführerin Doris Ortlieb ist in der aktuellen Ausgabe der Friseurwelt veröffentlicht. Es geht um das Ehren- und Hauptamt im Verband, das 125-jährige Jubiläum des bayerischen Landesinnungsverbandes und die Zukunft der Verbände. Das Interview gibt es hier zum Nachlesen.

Animuc meets Friseure

Für eine gelungene Unterbrechung der Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck sorgten Teilnehmer der gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände stattfindenden Animuc. Die Animuc ist eine Anime-Convention und dreht sich um japanische Zeichentrickkultur, wie Comics, Mangas, Kostüme, Spiele und Musik. Teilnehmer dieser Messe besuchten den Sitzungssaal der Friseure und wurden mit Applaus begrüßt. Die Kostüme – und natürlich die Frisuren – begeisterten die bayerischen Friseure, die auf der Mitgliederversammlung im Veranstaltungsforum Fürstenfeld tagten.

Bayerns Friseure erhalten 3,9 Prozent mehr Lohn

Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck.

Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck.

Über eine Steigerung der Tarifentgelte dürfen sich die Arbeitnehmer im bayerischen Friseurhandwerk freuen. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks einigte sich mit der Gewerkschaft auf einen entsprechenden Tarifvertrag. Jetzt wird die Allgemeinverbindlichkeit beantragt.

Zum 1. April 2013 hat der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks einen Lohntarifvertrag mit einer Laufzeit von 31 Monaten geschlossen. In dieser Zeit werden drei Erhöhungen jeweils zum 1. Mai eines Jahres vorgenommen. Zum 1. Mai 2013 gibt es eine Tariferhöhung um 3,9 Prozent bei allen Lohngruppen. Im ersten Gesellenjahr beträgt der Tariflohn dann 1.359,07 € bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden. Erste Kräfte ohne Führungsaufgaben verdienen mindestens 1.847,22 €. „Uns als Landesinnungsverband ist es wichtig, dass wir in Bayern für gute Arbeit gute Löhne bezahlen, deshalb streben wir die Allgemeinverbindlichkeit an.“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

Die Tarifvertragsparteien werden gemeinsam die Allgemeinverbindlichkeit des Vertrages ab Inkrafttreten beantragen. Wird der Vertrag für allgemein verbindlich erklärt, gilt er für alle Friseurbetriebe in Bayern. „Seit über 20 Jahren haben wir in Bayern allgemeinverbindliche Lohntarife und somit einen tariflichen Mindestlohn. Einem staatlich verordneten Mindestlohn erteilen wir eine klare Absage“, konstatiert Landesinnungsmeister Andreas Popp.

 

Obermeister Josef Wieser mit LIV-Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Obermeister Josef Wieser (l) mit LIV-Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Obermeister Josef Wieser (l) mit LIV-Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Die silberne Ehrennadel des Landesinnungsverbandes wurde dem Fürstenfeldbrucker Obermeister Josef Wieser für seinen hohen Einsatz für das bayerische Friseurhandwerk auf der Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck verliehen. Landesinnungsmeister Andreas Popp würdigte damit nicht zuletzt das Engagement des Vorsitzenden des Ausschusses Wirtschaft und Soziales bei Tarifverhandlungen, der politischen Lobbyarbeit sowie der Bekämpfung von Schwarzarbeit und Lohndumping. „Wir freuen uns, einen engagierten und kritischen Friseurunternehmer wie Josef Wieser in unserer Mitte zu haben“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

Friseurmeister Josef Wieser führt seit 1996 die Friseurinnung Fürstenfeldbruck. Seit 2002 gehört er dem Vorstand des Landesinnungsverbandes an und war dort zunächst stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Soziales, seit 2005 ist er Vorsitzender. Von 2005 bis 2008 war er Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks.

In der Laudatio von Landesinnungsmeister Andreas Popp heißt es: „Josef Wieser ist kein Freund von Ehrennadeln. Trotzdem werde ich ihm jetzt die Silberne Ehrennadel des Landesinnungsverbandes verleihen, um unser aller Wertschätzung für seine Arbeit und seinen außerordentlichen Einsatz für unseren Beruf zum Ausdruck zu bringen.“

Weiter sagte Popp: „Josef Wieser stand der Verbandsarbeit viele Jahre kritisch gegenüber. Irgendwann hat sich bei ihm dann die Einsicht durchgesetzt, dass er nur etwas verändern kann, wenn er sich engagiert und aktiv in die Verbandsarbeit einbringt. Seinen kritischen Geist hat er sich übrigens bewahrt. Die Ehrung heute wird ihm nicht nur wegen seiner Ehrenämter zuteil. Er ist seit 1996 Obermeister der Friseurinnung Fürstenfeldbruck, gehört seit 2002 dem Vorstand des Landesinnungsverbandes an und leitet seit 2005 den Ausschuss für Wirtschaft und Soziales, dem er seit 2002 angehört. Wichtiger als die Dauer der Ämter sind für ihn und für uns die Erfolge seiner Arbeit. Seine Innung gehört zu den wenigen, die heute die gleiche Mitgliederzahl aufweist wie 1990. Er versteht es, junge Menschen für die Innungsarbeit zu begeistern und hat zum Beispiel gerade ein tolles Modeteam aufgebaut. Seine Hauptthemen aber sind betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und unternehmerischer Natur. Er wird nicht müde, den Kontakt zu Politikern aller Parteien zu knüpfen, um ihnen das Friseurhandwerk nahe zu bringen, Verständnis für die spezifischen Probleme der Branche zu wecken und unsere Forderungen vorzutragen. Nicht zuletzt seinem Einsatz und seiner Zuarbeit sind die Erfolge der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in München zu verdanken. Und er wird nicht ruhen, bis sich diese Art der Kontrolle in ganz Bayern durchgesetzt hat. Überhaupt geht er konsequent gegen jede Art der Wettbewerbsverzerrung durch illegales Verhalten vor und pflegt den Kontakt zu Kammern, Behörden und Ministerien. Wir freuen uns, einen engagierten und kritischen Friseurunternehmer wie Josef Wieser in unserer Mitte zu haben.“

Bayerische Friseure fordern von Schäuble: Schwarzarbeit im Friseurhandwerk koordiniert bekämpfen

Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung in FFB.

Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung in FFB.

Um Schwarzarbeit und Lohndumping im Friseurhandwerk einzudämmen, arbeitet das bayerische Friseurhandwerk intensiv mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt München zusammen. Damit die Arbeit der FKS auch in anderen bayerischen Regionen so erfolgreich wird, hat sich der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks an Bundesfinanzminister Dr. Schäuble als oberstem Dienstherrn gewandt. „Wir fordern einen Runden Tisch der bayerischen FKS, um das Münchner Modell als Best Practice für Kontrollen im Friseurhandwerk vorzustellen“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp auf der Mitgliederversammlung der bayerischen Friseure in Fürstenfeldbruck.

Zugleich wehrt sich der Verband gegen die Vorgehensweise anderer FKS, die in Schwerpunktaktionen erfolglos eine Vielzahl von Friseursalons kontrollieren und dabei auch noch die nötige Sensibilität vermissen lassen. „Zöllner im Kampfanzug gehören nicht an umsatzstarken Tagen in legal arbeitende Salons. Das ist eine Vergeudung von Ressourcen und bringt nicht den gewünschten Effekt“, so Popp weiter.

Die Schwarzarbeit im Friseurhandwerk hat viele Gesichter. Sie findet bei Kellerfriseuren, im Reisegewerbe und bei Kleinstgewerbetreibenden ebenso statt wie bei nach außen hin ganz normalen Salons, die sich durch Lohndumping und Schwarzlohnzahlungen Vorteile im Wettbewerb verschaffen.

Seit einigen Jahren arbeitet daher der Landesinnungsverband eng mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt München zusammen. Die FKS kontrolliert bei Betriebsbesuchen nicht nur, ob die rechtlichen Voraussetzungen für die Handwerksausübung vorliegen, sondern auch das Einhalten des allgemeinverbindlichen Entgelttarifvertrages sowie das Vorliegen von illegaler Beschäftigung und Leistungsmissbrauch. Regelmäßig werden mit großem Erfolg Salons in München kontrolliert. Beim bisher größten aufgedeckten Fall von Lohndumping lag der Schaden bei 680 000 Euro. Über Jahre hatte der Inhaber mehrerer Friseursalons hunderttausende Euro an Sozialabgaben unterschlagen. „Solche Friseure beschmutzen das Ansehen der gesamten Branche. Sie verschaffen sich auf nicht legale Weise Vorteile im Wettbewerb und schädigen Staat und Sozialsysteme“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

 

Ernst Höss aus Landsberg erhält Ehrenmedaille des Deutschen Friseurhandwerks

Mit der Ehrenmedaille des Deutschen Friseurhandwerks wurde der Friseurfamilie Ernst Höss (r) aus Landsberg eine ganz besondere Auszeichnung zuteil

Mit der Ehrenmedaille des Deutschen Friseurhandwerks wurde der Friseurfamilie Ernst Höss (r) aus Landsberg eine ganz besondere Auszeichnung zuteil

Mit der Ehrenmedaille des Deutschen Friseurhandwerks wurde der Friseurfamilie Ernst Höss aus Landsberg eine ganz besondere Auszeichnung zuteil. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks und bayerischer Landesinnungsmeister Andreas Popp würdigte damit nicht nur die Verdienste des ehemaligen Landsberger Obermeisters und Kreishandwerksmeister Ernst Höss, sondern auch das Engagement seiner Vorfahren. Die Ehrung auf auf der Mitgliederversammlung des LIV in Fürstenfeldbruck vorgenommen.

Ernst Höss war 24 Jahre Obermeister und 6 Jahre Kreishandwerksmeister in Landsberg. Doch auch schon sein Vater und sein Großvater leiteten als Obermeister die Geschicke der Friseurinnung Landsberg. „Das Engagement der Familie Höss für das Friseurhandwerk ist wahrlich auszeichnungswürdig. Seit 100 Jahren ist diese Familie Vorreiter und Macher in der Innungsarbeit. Drei Obermeistergenerationen in einer Familie sind etwas ganz Besonderes.“, hob Zentralverbandspräsident Andreas Popp in seiner Laudatio hervor. „Mit der anstehenden Salonübergabe an die vierte Generation verbinde ich die Hoffnung, dass es auch in Zukunft erfolgreiche Friseurunternehmer gibt, die sich für ihren Berufsstand einsetzen“, so Popp weiter.

Die Ehrenmedaille des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks gibt es seit den 1990er Jahren. Auf ihr dargestellt ist die Abbildung eines Reliefs, das die Friseurin Henut beim Drehen einer Locke zeigt, die erste Abbildung des Friseurhandwerks also. Sie stammt aus dem Jahre 2030 v.Chr. aus dem alten Ägypten, der Geburtsstätte des Friseurberufes um etwa 2600 v.Chr.

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